Verantwortung

Die Klimaschutzpotentiale der Abfallwirtschaft sind bereits seit längerem untersucht, u.a. auch in einem Forschungsvorhaben des Bundesumweltministeriums in Kooperation mit dem BDE.

Da abfallwirtschaftliche Tätigkeiten immer auch mit Transporten, Flächenverbrauch, Behandlungstechnik usw. verbunden sind, lassen sich weder CO2-Emissionen noch Verbräuche gänzlich vermeiden.
Aber schon die Haushalte und Betriebe tragen zum Klima- und Ressourcenschutz bei, wenn sie die anfallenden Abfälle sorgfältig trennen und dadurch eine sinnvolle und ökonomisch verantwortbare Verwertung ermöglichen.
Die angesprochene Studie belegt, dass insbesondere die Verwertung getrennt erfasster Wertstoffe einen maßgeblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Die GIB Entsorgung Wesermarsch GmbH hat sich den Klima- und Ressourcenschutz auf ihre Fahne geschrieben und realisiert dieses Ziel mit ganz unterschiedlichen Maßnahmen. Über große und auch kleine Aktivitäten, die im folgenden kurz angeführt werden, gibt es weiterführende Informationen auf unserer umfangreichen Internetseite.

Sowohl im Haushalt als auch in den Betrieben in der Wesermarsch stehen vielfältige Erfassungssysteme für die unterschiedlichen Abfallfraktionen zur Verfügung, so dass ein Großteil der anfallenden Abfälle bereits separat erfasst werden kann. Jetzt wird über die schwarze Tonne nur noch ca. ein Fünftel der gesamten Abfälle aus dem Haushalt erfasst. Zählt man die von Bürgern selbst angelieferten Restabfalle sowie Abfälle aus der Sperrmüllsammlung hinzu, so zeigt sich, dass im Jahre 2016 drei Viertel aller Abfälle, die in einem Privathaushalt anfielen, verwertet werden. Das ist Klima- und Ressourcenschutz wie er als zukunftsweisend in der o.g. BMU–Broschüre skizziert wird.

Bereits seit 2006 betreibt die GIB darüber hinaus eine  Solaranlage auf dem Dach des Betriebsgebäudes des Entsorgungszentrums in Brake, Alte Rönnel 1. Der mittels Sonnenlicht erzeugte Strom spart seither eine Menge an CO2 ein. In Betrieb gegangen ist inzwischen eine Kompostanlage mit Vergärungsstufe, in der die in der Wesermarsch eingesammelten Bioabfälle verarbeitet werden in einer sog. Trockenfermentation. Das dabei entstehende Gas wird verstromt und ins Netz eingespeist, die ebenfalls produzierte Wärme wird in der direkt benachbarten Sickerwasserkläranlage genutzt. Die aus den Fermentern der Anlage herausgeholten Gärreste werden – zusammen mit Grünabfällen – kompostiert, so dass – wie bisher auch – der erstklassige Bodenverbesserer „Kompost“ angeboten werden kann.

Aber auch „kleine Maßnahmen“ zum Klimaschutz werden – teilweise schon seit Jahren – realisiert: Seit 2008 werden die alljährlich in jeden Briefkasten gesteckten Abfuhrkalender CO2-neutral verteilt. Zwar sind nahezu alle Transporte immer mit CO2-Emissionen verbunden, aber hier werden sie "gemessen" und ausgeglichen. Darüber hinaus wird die Verteilung auch ständig optimiert, so dass die auszugleichende CO2 Menge beständig reduziert wird. Seit 2011 erfolgt der Druck der Abfuhrkalender klimaneutral, d.h. auch die beim Druck entstehenden Klimaschädigungen wurden "gemessen" und ausgeglichen.

Auch die Gebührenbescheide der Abfallwirtschaft – jährlich werden Mitte Januar ca. 35.000 Abfallgebührenbescheide erstellt – sowie die Briefumschläge für den Versand werden nach den Regeln des FSC (= Forest Stewardship Council) gedruckt . Und – auch da werden einige zigtausend Blätter eingesetzt – seit Jahren nutzen wir in der Verwaltung der GIB FSC-Papier für unsere Drucker und Kopiergeräte.

Beim eea, dem european energy award, ist der Landkreis Wesermarsch inzwischen ausgezeichnet worden. Die GIB hat dazu das ihre beigetragen und alle klimarelevanten Daten zusammengestellt - wie auch die anderen Bereiche der Kreisverwaltung. Aus Entsorgungssicht spielen die Ergebnisse der Vergärung ebenso eine Rolle wie die Erzeugung von Wärme und Strom bei der thermischen Verwertung unseres Hausmülls oder die Stromerzeugung durch Photovoltaik. Regelmäßig ermittelt das eea-Team den aktuellen Stand und bereitet Maßnahmen vor, die den Landkreis als Klimaschutzkommune weiter qualifizieren.

Die GIB kümmert sich also mitnichten nur um "den Müll". Alle Aktivitäten werden zunehmend unter klima- bzw. umweltrelevanten Kriterien betrachtet.