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Sowohl in Haushalten als auch in Betrieben fallen zunehmend CDs und DVDs an:

Die Datensicherung setzt auf die "runden Scheiben", neue Programme oder updates werden auf den metallisch glänzenden Dingern geliefert, und selbst die Musiksammlung muss manchmal um eine defekte Scheibe reduziert werden.
Diese defekten, überflüssigen oder ausrangierten CDs, CD-ROMs und DVDs können kostenlos abgegeben werden.
So kann der wertvolle Kunststoff Polycarbonat erhalten werden. CD-Sammelständer gibt es vielerorts.

Wer kennt das nicht:

Immer häufiger findet man im Briefkasten oder in der neuen Zeitschrift eine CD mit aktuellen Programmen oder sonstigen Informationen. Spätestens, nachdem einige Wochen später die Folgeversion in die Zeitschrift eingeklebt wurde, ist die "alte" CD überflüssig. Vielfach wurde sie überhaupt nicht genutzt. Doch wohin mit der silbernen Scheibe?
Bislang wanderten alte oder defekte oder fehlgebrannte Exemplare in die Restmülltonne; das war auch richtig, solange kein Verwertungsweg zur Verfügung stand, der mit vertretbarem Aufwand beschritten werden konnte.
Es gibt diesen Weg - und damit ist die CD nicht länger Restabfall, sondern Wertstoff! Die GIB sammelt auf den Recyclinghöfen und in (Fach)Geschäften CDs ein und leitet sie in die Verwertung weiter (natürlich auch CD-ROMs und DVDs). Dort wird die Metallschicht, der eigentliche Datenträger, entfernt. Der gewonnene Kunststoff der Datenscheiben (Polycarbonat) wird z.B. bei der Produktion von Telefonkarten eingesetzt, findet aber auch bei der Herstellung von Computerteilen oder Haushaltsgeräten Verwendung. Ist ein Sammelständer gefüllt - er trägt dann ca. 250 CDs, die ca. 4 kg wiegen - wird er von der GIB gegen einen leeren ausgetauscht. Die eingesammelten CDs werden zwischengelagert und anschließend in die Verwertung gegeben.

Leider werden zur Zeit noch die meisten CDs nicht in die getrennten Erfassung gegeben: Nur jede 500. CD und jede 100. DVD landet - so wird geschätzt - in der Verwertung. Damit geht der wertvolle Sekundärrohstoff Polycarbonat verloren, er landet in Müllverbrennungsanlagen oder wird als Ersatzbrennstoff energetisch verwertet. Das muss nicht sein. Beim nächsten Besuch auf einem Recyclinghof oder einer der anderen Sammelstellen wartet die GIB-Spindel auf jede CD und DVD!

Datensicherheit
Vertrauliche Daten auf einer CD lassen sich vor einem unbefugten Blick schützen: "Mehrere radiale, tiefe und breite Kratzer auf der Oberseite (Labelseite) machen die Daten weitgehend unlesbar. CDs mit brisanten Inhalten (z.B. personenbezogenen Patientendaten) sollten direkt geschreddert oder zerschnitten werden."
Diese Empfehlung gab das Umweltbundesamt (UBA) in seiner Broschüre 'CD-RECYCLING Sammlung und Verwertung von CD und DVD' im Jahre 2003.