Wertstofftonne

– kommt sie?
Wenn ja, wann?
Oder kommt sie doch nicht?

Noch ist nichts klar, denn die rechtlichen Grundlagen in Form eines Wertstoffgesetzes sind noch nicht geschaffen. Zwar ist die Grundlage abfallwirtschaftlichen Tuns, das Kreislaufwirtschaftsgesetz - am 24. Februar 2012 unterzeichnet worden, aber selbst Entwürfe für das neue WertstoffG sind bisher öffentlich nicht bekannt. Inzwischen erscheint das Ende des Jahres 2014 als frühester Termin für das neue WertstoffG.

Was wird in der Wertstofftonne gesammelt?

Im Jahr 2011 hat es ein vom Umweltbundesamt veranstaltetes Planspiel zur Fortentwicklung der Verpackungsentsorgung gegeben. Dort sind verschiedene Varianten diskutiert und unterschiedliche Gutachten erarbeitet worden.

Klar scheint bisher, dass

a) die seit 1993 in der Wesermarsch im "Gelben Sack" gesammelten Verkaufsverpackungen aus Weißblech, Aluminium, Kunststoffen und Verbundmaterialien über die Wertstofftonne erfasst werden sollen,

b) sogenannte Stoffgleiche Nichtverpackungen (StNVP) ebenfalls in diese Tonne sollen, da die Verwertungswege gleichartig sind, also z.B. Bratpfanne und Kochtopf, Kinderspielzeug und Wischeimer. Pro Kopf und Jahr werden ca. 7 kg an diesen Materialien erwartet, die zusätzlich erfasst und verwertet werden könnten. (Wie sehen die Potentiale in der Wesermarsch aus?)

Diskutiert wurden auch weitere Materialien wie z.B. Textilien, Schuhe, Holz oder kleine Elektrogeräte.

Die Finanzierung zu a) ist geregelt: Auch bisher müssen die Abfüller der Verkaufsverpackungen ein Entgelt an die Dualen Systeme zahlen, das über die Verkaufspreise durch die Endverbraucher, die Käufer des verpackten Produktes, finanziert wird.

Zu b) ist eine ähnliche Finanzierungsregelung im Jahre 2011 diskutiert worden: Die Hersteller/In-Verkehr-Bringer dieser StNVP zahlen ein Entgelt, um die Erfassung dieser zu Abfall gewordenen Produkte zu fianzieren. Sicherlich würden diese Kosten auch auf die Verkaufspreise umgelegt werden.
Aber auch eine Finanzierung über die kommunalen Abfall- und Wertstoffgebühren erscheint zwischenzeitlich denkbar. Vor Ende 2014 wird man kaum etwas Klarheit haben können, denn das WertstoffG wird kaum vorher verabschiedet werden - wenn überhaupt bereits zu diesem zeitpunkt.

Zu den weiteren Materialien gibt es solche Überlegungen (noch) nicht. Eher wird hinterfragt, ob eine Miterfassung z.B. von Elektrokleingeräten überhaupt den Anforderungen gerecht wird, E-Geräte so zu erfassen, dass sie auch weiterverwendet werden können. Oder ob Textilien, die zusammen mit Joghurtbechern, Milch- und Saftkartons und Bratpanne in der Wertstofftonne gesammelt wurden, auch danach noch zu Weiterverwendung geeignet sind.

Sobald neue Kenntnisse vorliegen, werden wir sie hier veröffentlichen.