Zu groß für die Tonne: Sperrmüll

Zunächst stellt sich die Frage, ob nicht noch jemand Sofa, Regal­wand oder intakte Elektrogeräte gebrauchen kann. Wenn diese Frage bejaht wird, können diese Gegenstände im Tausch- und Verschenkmarkt der GIB im Internet eingestellt werden. Das geht einfach, kostet nichts und ist schnell erledigt, denn auf der GIB-Internetseite führt ein Link direkt zum Tausch- und Verschenk­markt.

Müssen Sofa, Regal usw. aber zum Müll, weil eine weitere Nutzung ausgeschlossen ist, bleiben zwei Möglichkeiten:

  1. Die kostenpflichtige Anlieferung auf dem Entsorgungszentrum Brake oder den Recyclinghöfen in Lemwerder oder Norden­ham (E-Geräte und Metalle können dort und auch in Berne und Rodenkirchen kostenfrei abgegeben werden).
  2. Die kostenpflichtige Abholung über die Sperrmüllsammlung.

Zum Sperrmüll zählen Dinge des Haushaltes, die auch nach zumutbarer Zerkleinerung nicht in die Restmülltonne oder den Restmüllsack passen. Außerdem darf es sich nicht um Autoteile (z.B. Reifen, Stoßstange) oder Abfälle von Bau-, Umbau- oder Renovierungsmaßnahmen handeln (z.B. Fenster, Türen, Wasch­becken, Badewanne, Fußbodendielen, Parkett oder Laminat).

Damit die GIB den Sperrmüll abholen kann, muss er zur Abholung angemeldet werden, entweder über die Sperrgutkarte, die es für 50 Euro in den 43 Verteilerstellen in der Wesermarsch zu kaufen gibt, oder aber über die Anmeldung im Internet. Bei dieser Anmeldung muss die Mindestgebühr von 50 Euro überwiesen werden.

Am Abfuhrtag, der entweder über die Antwortkarte oder per eMail mitgeteilt wird, müssen die sperrigen Abfälle bis um 6 Uhr an die Straße gestellt werden, so dass die GIB-Mitarbeiter die Abfälle in die beiden Sperrmüllfahrzeuge verladen können, entweder in das Pressmüllfahrzeug (z.B. Möbel) oder auf die Pritsche (z.B. alle Elektrogeräte, Trittleiter, Schubkarre, Fahrrad).

Nicht mitgenommen werden – neben den genannten Auto- und Bauabfällen – auch alle in Säcke oder Kartons verpackten Abfälle.

Auf dem Entsorgungszentrum Brake wird der Sperrmüll verwogen und entladen. Die Metalle und die Elektroaltgeräte werden in die entsprechenden Container einsortiert – allein für die E-Geräte gibt es aktuell acht verschiedene Sammelgruppen.

Der zerdrückte Sperrmüll wird umgeladen und in eine Sortier­anlage transportiert. Dort werden noch vorhanden Metalle oder große Kunststoffe aussortiert und der Rest gelangt in die thermische Abfallverwertung, die Verbrennungsanlage in Bremen, die auf hohem Niveau Wärme und Strom produziert.

Insgesamt sind im Jahr 2016 gut 700 t Sperrmüll eingesammelt und weitere 200 t an der Rampe in Brake angeliefert worden. Das entspricht ca. 10 kg pro EinwohnerIn. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass pro Jahr ca. 1.200 Fälle abzuarbeiten sind, d.h. jährlich meldet nur ein kleiner Teil der Haushalte eine Sperrmüllabfuhr an.

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