Rote Karte für die Papiertonne

GIB-Bild: To-Go-Verpackungen und Lebensmittel gehören definitiv nicht in die Papiertonne

Leider ist in den vergangenen Monaten immer häufiger zu beobachten, dass die Papiertonnen falsch befüllt sind. Vor allem seit der Biotonnenkontrolle scheint dieses Problem zuzunehmen. Unter anderem befanden sich in den blauen Tonnen Fehlwürfe in Form von Bioabfall, Zigarettenstummel, Kunststoffe, Hygieneartikel wie z. B. Servietten und Papiertaschentücher, Pizzakartons, Einwegmasken, Windeln. Auch Elektrogeräte und Batterien, von denen eine hohe Brandgefahr ausgeht, sind in den Papiertonnen erschreckender Weise zu entdecken.

Jedoch stören diese Fremdstoffe enorm beim Verwertungsweg des Altpapierrecyclings. Diese aufgeführten Fehlbefüllungen mindern nicht nur die Qualität der Papierverwertung, sondern gefährden zudem den Erfolg der getrennten Sammlung von Abfällen und Wertstoffen.

Die Folge: Papiertonnen werden nun gezielter kontrolliert und wenn diese Fehlbefüllungen aufweisen auch nicht geleert, sondern mit einer Roten Karte gekennzeichnet. Dies geschieht zum einen über den Mülltonnenkontrolleur, der bislang die Biotonnen kontrolliert hat oder vom Müllwagenfahrer selbst. Durch eine Kameravorrichtung kann der Fahrer beim Schüttvorgang genau sehen was sich tatsächlich in den Tonnen befindet und entsprechend handeln.

Wie auch bei der fehlbefüllten Biotonne gilt nun bei der Roten Karte für die Papiertonne: Die Tonne wird nicht geleert. Bis zum nächsten regulären Abfuhrtermin muss der Anschlusspflichtige die Fremdstoffe aus der Papiertonne entfernen. Die Störstoffe sollen dann dem richtigen Entsorgungsweg zugeführt bzw. der Abfall über die Restmülltonne entsorgt werden. Es gibt keine Möglichkeit der Sonderleerung!

Papier gehört zu den wichtigsten Wertstoffen. Je mehr Papier recycelt werden kann, umso mehr schonen wir unsere Umwelt!

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