Rote Karte für die Biotonne

Tonne mit "Roter Karte"

Fast jeder Haushalt in der Wesermarsch nutzt sie - die Biotonne. Aus diesen kompostierbaren Abfällen aus Küche und Garten wird durch ein aufwändiges Verfahren hochwertiger Kompost. Die gewissenhafte Befüllung ist wichtig, denn nur der richtige Biotonneninhalt wird zu gutem Bodendünger und trägt zur Schonung der Umwelt bei. Daher werden die Behälter bei der Abfuhr künftig wieder mit einem Mülldetektionssystem und stichprobenartigen Sichtkontrollen auf Störstoffe geprüft. Zu den Störstoffen gehören z. B. Plastiktüten, Metalle, Katzenstreu (auch nicht biologisch abbaubares), Staubsaugerbeutel und Zigarettenkippen. Der ein oder andere hat sicherlich schon eine „Gelbe Karte“ an seinem Behälter vorgefunden, mit der auf die Fehlbefüllung der Biotonne hingewiesen wird. Künftig wird zudem die „Rote Karte“ bei Missachtung der richtigen Behälterbefüllung eingesetzt.

Rote Karte - was jetzt?

Wurde eine Biotonne mit der Roten Karte versehen zeigt diese defintiv Störstoffe auf. Dieser Behälter wird dann und auch frühestens in 14 Tagen zum nächsten Abfuhrtermin wieder geleert, wenn die Störstoffe darin vom Hausbewohner aussortiert worden sind. Die Störstoffe sollen dann dem richtigen Entsorgungsweg zugeführt bzw. der Abfall über die Restmülltonne entsorgt werden. Es gibt keine Möglichkeit einer Sonderleerung.

Bio-Papier satt Bio-Plastik!

Verbot von kompostierbaren Plastiktüten ab dem 01.01.2020

Auch die vermeintlich umweltfreundlichen kompostierbaren Plastiktüten gehören nicht in die Biotonne. Sie verrotten während der Produktion des Kompostes nur teilweise oder gar nicht, landen so als Mikroplastik auf den Feldern, in den Gewässern und letztendlich in unsere Nahrung. Dies gilt es zu vermeiden.

Das Bundesumweltministerium betont mit Blick auf die Biokunststoffbeutel, dass diese ohne bestimmt gegebene Außeneinflüsse in der freien Natur nicht verrotten und eine weitere Gefahr für die Umwelt darstellen. Ein umweltfreundliches Plastik gibt es leider nicht!

Für die Biotonne nur "Bio-Logisch"!

Als Alternative empfehlen wir folgende kostengünstigere und umweltfreundlichere Möglichkeiten:

  • Zum einen die Verwendung von Papiertüten. Diese werden großflächig im Handel angeboten und voraussichtlich ab Oktober 2019 auf den Recyclinghöfen erhältlich sein.
  • Zum anderen darf auch Zeitungspapier zum Einwickeln der Küchenabfälle verwendet werden denn ein gewisser Papieranteil stört auch hier beim Kompostiervorgang nicht.

Wer absolut nicht auf die Plastiktüten verzichten möchte, kann diese zur Sammlung der Küchenabfälle auch weiterhin nutzen, darf die Tüte aber nicht mit in die Biotonne werfen. Die leere Plastiktüte kann dann in der Restmülltonne entsorgt werden.

Tipps und Hinweise zur richtigen Benutzung und Befüllung der Biotonne finden Sie hier als PDF-Download.

Gemeinsam - der Umwelt zuliebe!

Derartige Kampagnen werden bereits von vielen Abfallwirtschaftsbetrieben mit Erfolg durchgeführt. Es soll nicht nur die Produktion des Komposts optimieren, sondern vor allem bewirken, die Abfälle und Wertstoffe dem richtigen Wertstoffkreislauf hinzuzuführen und am Ende die Umwelt zu schonen. Weitere Informationen zur richtigen Befüllung der Abfallbehälter erhalten Sie hier oder über unsere Abfallberatung 04401 / 9888-66. 

Hier zu den Presseartikeln.

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