Kompost - wie gut ist der denn?

Die Menge der seit Anfang der 90er in Deutschland getrennt erfassten organischen Abfälle ist stetig angestiegen. 1990 lag das Bioabfallaufkommen bei weniger als 1 Mio. t, jetzt werden bereits ca. 6 Mio. t Bioabfälle getrennt erfasst und der Kompostierung zugeführt.

Das Endprodukt der Kompostierung, der Kompost, kann nur so gut sein, wie das Material, das in das Kompostwerk gelangt. Befinden sich Plastikteile und Schadstoffe in Form von Schwermetallen im Ausgangsmaterial, so finden sich diese auch im Kompost wieder und schränken die Verwendung des Kompostes stark ein.

Mit der Zunahme der getrennt erfassten Bioabfallmengen nimmt auch die Menge des erzeugten Kompostes zu, der in der Hauptsache landwirtschaftlich verwertet wird. Die Gütesicherung des erzeugten Kompostes wurde zu einer zentralen Frage.

Bereits Anfang der 90er Jahre wurden von den Kompostwerkbeteibern auf freiwilliger Basis Qualitätsstandards formuliert, um den Kompostanwendern zu vermitteln, dass ein "gutes" Produkt zum Einsatz kommt.

Seit dem 01.10.1998 ist die Bioabfallverordnung in Kraft, die bundesweit und einheitlich die umweltverträgliche Verwertung von gütegesicherten Komposten auf landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich und gärtnerisch genutzten Flächen gewährleisten soll.

Zweck der Gütesicherung ist die Gewährleistung vorgegebener Qualitätsstandards sowie die zuverlässige Kennzeichnung der Produkteigenschaften. Die Gütesicherung des Kompostes beginnt bereits mit den Stoffen, die für die Kompostierung geeignet bzw. nicht geeignet sind. In der Bioabfallverordnung werden etliche Stoffe aufgelistet, die für die Kompostierung in den Kompostwerken zugelassen sind.

Zum Gütesicherungsverfahren gehören insbesondere auch regelmäßige Untersuchungen des Kompostes auf Schwermetallgehalte, des Salzgehaltes, des Anteils an Fremdstoffen und der Pflanzennährstoffe. Erfüllt der Kompost die geforderten Standards, so gelangt er zum Verkauf.

Die Untersuchungen müssen grundsätzlich je angefangener 2000 t (Frischmasse), mindestens jedoch im vierteljährlichen Abstand, durchgeführt werden. Die Untersuchungsprotokolle des Kompostes können im Kompostwerk Rodenkirchen eingesehen werden.

Fazit: Grundvoraussetzung für einen guten und damit gütegesicherten Kompost ist die saubere Trennung und Erfassung der organischen Abfälle, die der Kompostierung zugeführt werden.