Über uns

Die GIB Entsorgung Wesermarsch GmbH ist die Abfallwirtschaftsgesellschaft des
Landkreises Wesermarsch. Neben dem sicheren technischen Betrieb von Abfallbehandlungsanlagen,
Recyclinghöfen und Sonderabfallannahmestellen sowie der Organisation der Abfallsammlung sind wir
auch verantwortlich für die Sammlung und den Transport der Abfälle und Wertstoffe.

Die GIB....

  • ist als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert
  • betreibt die Deponie Brake-Käseburg
  • betreibt drei Annahmestellen und ein Zwischenlager für Sonderabfallkleinmengen
  • betreibt die Kompostierungsanlage für Grünabfälle in Rodenkirchen
  • betreibt die Biogasanlage auf dem Entsorgungszentrum
  • betreibt sechs Recyclinghöfe
  • setzt auf erneuerbare Energien
  • bietet den Haushalten und Betrieben in der Wesermarsch verschiedene Wertstofferfassungssysteme für die bedarfsgerechte Entsorgung
  • bietet eine mobile Abfall-App
  • bietet Gewerbetrieben, Haushalten wie auch Schulen und Kindergärten eine individuelle Abfallberatung
  • fährt mit eigenen Fahrzeugen die Abfälle aus Haushalten und Betrieben ab
  • bildet aus zur Fachkraft für Abwassertechnik und Fachkraft für Kreislauf und Abfallwirtschaft.

....saubere Leistung fürs Klima

Die Klimaschutzpotenziale der Abfallwirtschaft sind bereits seit Längerem untersucht, u. a. auch in einem Forschungsvorhaben des Bundesumweltministeriums in Kooperation mit dem BDE.

Da abfallwirtschaftliche Tätigkeiten immer auch mit Transporten, Flächenverbrauch, Behandlungstechnik usw. verbunden sind, lassen sich weder CO2-Emissionen noch Verbräuche gänzlich vermeiden.
Aber schon die Haushalte und Betriebe tragen zum Klima- und Ressourcenschutz bei, wenn sie die anfallenden Abfälle sorgfältig trennen und dadurch eine sinnvolle und ökonomisch verantwortbare Verwertung ermöglichen.
Die angesprochene Studie belegt, dass insbesondere die Verwertung getrennt erfasster Wertstoffe einen maßgeblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Die GIB Entsorgung Wesermarsch GmbH hat sich den Klima- und Ressourcenschutz
auf ihre Fahne geschrieben und realisiert dieses Ziel mit ganz unterschiedlichen Maßnahmen.
Über große und auch kleine Aktivitäten, die im folgenden kurz angeführt werden, gibt es
weiterführende Informationen auf unserer umfangreichen Internetseite.

Es fängt bereits in den Haushalten und Betrieben an

Sowohl im Haushalt als auch in den Betrieben in der Wesermarsch stehen vielfältige Erfassungssysteme für die unterschiedlichen Abfallfraktionen zur Verfügung, so dass ein Großteil der anfallenden Abfälle bereits separat erfasst werden kann. Dies ist wichtig um möglichst viele Abfälle dem Wertstoffkreislauf zurückzuführen. Denn Mülltrennung ist ein großer Teil des Ressourcenschutzes, den jeder Abfallerzeuger in dem Moment wo er seinen Abfall wegwirft, selbst in der Hand hat.

Grüner Strom aus der Biotonne

In Betrieb gegangen ist im Jahr 2012 eine Biogasanlage mit Vergärungsstufe, in der die in der Wesermarsch eingesammelten Bioabfälle, in einer sog. Trockenfermentation verarbeitet werden. Das dabei entstehende Gas wird verstromt, ins Netz eingespeist und versorgt vergleichsweise über 500 Haushalte jährlich. Die ebenfalls produzierte Abwärme soll künftig in der direkt benachbarten Sickerwasserkläranlage genutzt werden.

Vom Grünabfall zum hochwertigen Kompost!

2012 hat die GIB die Grünabfallkompostieranlage in Rodenkirchen in Betrieb genommen. Die Anlage ist Mitglied der Bundesgütegemeinschaft und nimmt aktiv an der RAL-Gütesicherung Kompost teil. Mit einer jährlichen Kompostabgabe von über 5000 m³ produziert sie aus Garten- und Grünabfällen zertifiziertes Kompostmaterial, welches sich als hochwertige Blumenerde oder Düngemittel eignet.

Kampagne "Sauberer Biomüll"

Der Biomüll muss sauberer werden! Falsch befüllte Biotonnen sind der Alltag bei der Müllabfuhr. Um diesem Problem entgegenzuwirken wurde, wie bereits in vielen anderen Abfallwirtschaftsbetrieben, problemlösende Kampagnen ins Leben gerufen. Auch die GIB hat im September 2019 mit der Kampagne "saubere Biotonne" dem Plastikmüll den Kampf angesagt. Diese aufwendigen Maßnahmen sollen nicht nur die Produktion des Komposts optimieren, sondern vor allem bewirken, die Abfälle und Wertstoffe dem richtigen Wertstoffkreislauf hinzuzuführen und am Ende die Umwelt zu schonen.

Grüner Strom mit Solar

Die im Jahr 2006 auf dem Entsorgungszenturm errichtete Photovoltaikanlage speist jährlich eine Energiemenge von ca. 32.000 kWh pro Jahr in das Stromnetz der EWE ein. Somit werden ca. 23 Tonnen schädliches CO² eingespart.

Umgerechnet könnte man mit der erzeugten Energie die Recyclinghöfe Nordenham, Berne und Lemwerder ca. 14 Monate betreiben. 

Klimaneutraler Druck und Versand!

Aber auch „kleine Maßnahmen“ zum Klimaschutz werden realisiert: Seit 2008 werden die alljährlich in jeden Briefkasten gesteckten Abfuhrkalender CO2-neutral verteilt. Zwar sind nahezu alle Transporte immer mit CO2-Emissionen verbunden, aber hier werden sie "gemessen" und ausgeglichen. Darüber hinaus wird die Verteilung auch ständig optimiert, so dass die auszugleichende CO2 Menge beständig reduziert wird. Seit 2011 erfolgt der Druck der Abfuhrkalender klimaneutral, d. h. auch die beim Druck entstehenden Klimaschädigungen wurden "gemessen" und ausgeglichen.

Auch die Gebührenbescheide der Abfallwirtschaft – jährlich werden Mitte Januar ca. 40.000 Abfallgebührenbescheide erstellt – sowie die Briefumschläge für den Versand werden nach den Regeln des FSC (= Forest Stewardship Council) gedruckt. Und – auch da werden einige zigtausend Blätter eingesetzt – seit Jahren nutzen wir in der Verwaltung der GIB FSC-Papier für unsere Drucker und Kopiergeräte.

european energy award

Beim eea, dem european energy award, ist der Landkreis Wesermarsch inzwischen ausgezeichnet worden. Die GIB hat das ihrige dazu beigetragen und alle klimarelevanten Daten zusammengestellt - wie auch die anderen Bereiche der Kreisverwaltung. Aus Entsorgungssicht spielen die Ergebnisse der Vergärung ebenso eine Rolle wie die Erzeugung von Wärme und Strom bei der thermischen Verwertung unserer Abfälle oder die Stromerzeugung durch Photovoltaik. Regelmäßig ermittelt das eea-Team den aktuellen Stand und bereitet Maßnahmen vor, die den Landkreis als Klimaschutzkommune weiter qualifizieren.