Biotonne

Ihre Bio- und Gartenabfälle können Sie über die braune Biotonne mit einem
Volumen von 80, 120 oder 240 Liter entsorgen. Die Abfuhr erfolgt im Zwei-Wochen-Rhythmus.
Falls außer der Reihe mal etwas mehr Gartenabfälle anfallen, können diese auch über einen
Bio-Papier-Beistellsack zum Abfuhrtag neben der Biotonne bereitgestellt werden.

Fragen rund um die Biotonne

Was darf in die Biotonne und was nicht?

Warum weder Plastik noch Bio-Plastik?

Plastiktüten bestehen meistens -einfach formuliert- aus Erdöl und benötigen 20 Jahre, um sich zu zersetzen. Zersetzt heißt aber nicht biologisch abgebaut. Übrig bleibt die Plastiktüte in Form von Mikroplastik, welches dann in die Nahrungskette, ins Grundwasser und in die Weltmeere gelangt und dort dem Ökosystem Schaden zuführt.

Auch "kompostierbare Plastiktüten" dürfen einen Anteil "Erdöl" enthalten, der sich zwar zersetzt, aber innerhalb des Produktionsprozesses unserer Anlagen nicht vollständig biologisch abgebaut wird. Diese Tüten erfüllen die Euro-Norm, wenn sich nach 12 Wochen 90% der Tüte in Teile zersetzt hat, die kleiner als 2mm sind und wenn nach 6 Monaten 90% der Tüte biologisch abgebaut sind. Diese Zeiten überschreiten aber deutlich die Produktionszeiten in unserer Anlage. Hinzu kommen die restlichen 10 % Reststoffe die sich aufgrund der norddeutschen Witterung nicht weiter zerzetzen. Die kompostierbaren Plastiktüten werden daher wie gewöhnliche Plastiktüten aussortiert und gelangen in die Müllverbrennungsanlage. 

Gibt es Alternativen zur (Bio-) Plastiktüte?

Als Alternative empfehlen wir folgende kostengünstigere und umweltfreundlichere Möglichkeiten:

  • Zum einen die Verwendung von Papiertüten. Diese werden großflächig im Handel angeboten und sind seit Oktober 2019 auch im 10ner Bündel für 1,10 € auf den Recyclinghöfen erhältlich.
  • Zum anderen darf auch Zeitungspapier zum Einwickeln der Küchenabfälle verwendet werden denn ein gewisser Papieranteil stört auch hier beim Kompostiervorgang nicht.
Rote Karte an der Tonne - was jetzt?

Seit Februar 2020 wird neben dem Mülldetektionssystem am Fahrzeug auch ein Behälterkontrolleur eingesetzt um die Tonnen bis in die unteren Schichten zu überprüfen. Die Störstoffe möglichst weit unten in der Biotonne zu "verstecken" führt daher nicht zum Erfolg. 

Mit dem Scanner wird die Tonne anhand der Codierung erfasst und die Fehlbefüllung wird mit einem Foto dokumentiert. Diese Daten werden unverzüglich an die Verwaltung übertragen.

Wurde eine Biotonne mit der Roten Karte versehen zeigt diese defintitiv Störstoffe auf. Dieser Behälter wird dann und auch frühestens in 14 Tagen zum nächsten Abfuhrtermin wieder geleert, wenn die Störstoffe darin vom Hausbewohner aussortiert worden sind. Die Störstoffe sollen dann dem richtigen Entsorgungsweg zugeführt bzw. der Abfall über die Restmülltonne entsorgt werden. Es gibt keine Möglichkeit der Sonderleerung!

Was passiert mit dem Bioabfall?

Die Energie in Küchen- und Gartenabfällen wird in der Biogasanlage für Wärme und Strom sinnvoll verwertet und in Kompostanlagen zu nährstoffreichem Dünger umgewandelt. Dieser Doppelnutzen zeichnet Bioabfälle besonders aus. Es findet eine energetische und stoffliche Verwertung statt. Deshalb sollte man eigentlich nicht von Bioabfällen, sondern von Biowertstoffen sprechen.

Bestellformular Biotonne

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