Entsorgung von Asbestabfällen

Asbestfasern sind nachweislich gesundheitsschädlich (Stichworte für die möglichen Erkrankungen sind Asbestose und Lungenkrebs). Daher sind Herstellung und Verwendung in Deutschland seit 1993 verboten. Ein EU-weites Verbot gibt es seit 2005. D.h. Asbest wird praktisch nicht mehr neu eingesetzt, es sei denn, man erwirbt z.B. Produkte aus Ländern, in denen es ein Verwendungsverbot nicht gibt, z.B. Produkte aus China.

Heute ist Asbest eher ein Entsorgungsproblem, denn man findet es noch in vielen alten Bauteilen:
> Asbestzement ("Eternit"): Dacheindeckungen und Außenwandverkleidungen
> Asbestplatten, zum Beispiel Zwischenlagen unter Elektro-Abzweigdosen und Vorschaltgeräten, hinter Öfen in älteren Holzgebäuden, oft als Asbestpappe, also schwach gebunden
> Asbest in älteren Elektrogeräten (Bügeleisen, Nachtspeicheröfen, Toaster, Elektrogrill, Haartrockner, Kohlebogenlampen, Thermoelemente, Temperaturmesswiderstände, Hochlastwiderstände, Heizwiderstände, NH- und HH-Sicherungen, Röhrenrundfunkempfänger und anderes)
> Asbest als Bestandteil von sehr alten Bremsbelägen und Dichtungen
> Asbest als Bestandteil von alten Fußbodenbelägen aus Kunststoff
> Asbest wurde in den 60er und 70er Jahren in Deutschland großflächig im Baustoffhandel als Zuschlag für alle flüssigen oder zähflüssigen Bausubstanzen verkauft und daher auch entsprechend verwendet. Der TÜV-Rheinland geht mittlerweile durch Funde von Asbestbelastungen in Wandfarben, Putzen und Maurermörtel davon aus, dass so gut wie alle Baustoffe dieser Art aus dieser Bauperiode belastet sein können.
> Alte Fensterdichtungen enthalten oft asbesthaltige Schnüre
> Der Chemiekonzern Dow Chemical verwendet Chrysotil als Dichtungsmaterialien im Werk Stade bei der Chlor-Alkali-Elektrolyse. Insgesamt wurden im jahr 2009 aus Kanada nach Deutschland 38 Tonnen Asbest importiert. Hierfür gibt es eine Ausnahmeregelung.

[Quelle: www.wikipedia.org/wiki/Asbest vom 29.01.2015]

Anlieferung beim Entsorgungszentrum

Bei der Entsorgung von Asbest gilt es, den Kontakt mit lungengängigen Asbestfasern zu vermeiden.

Sollen Asbestabfälle auf dem Entsorgungszentrum in Brake angeliefert werden, muss sichergestellt sein, dass keinerlei Fasern an die Umgebung abgegeben werden können. Dazu müssen die Asbestabfälle sorgfältig verpackt werden. Näheres haben wir in einem Infoblatt zusammengefasst.

Bei Fragen zur Asbestentsorgung wenden Sie sich bitte an Herrn Schulz per Telefon (04401/9888-61) oder per eMail.