Altglascontainer

Altglas wird im Landkreis Wesermarsch durch spezielle Altglascontainer entsorgt. Damit das Glas optimal wiederverwertet werden kann, trennen Sie bitte Gläser nach ihren Farben weiss, grün und braun. Die Container sind entsprechend gekennzeichnet. 8-ung: Andersfarbige Flaschen und Gläser bitte in den Grünglascontainer.

Die Container dürfen werktags in der Zeit von 7 - 19 Uhr genutzt werden; an Sonn- und Feiertagen hingegen überhaupt nicht.

Informationen zur Altglasverwertung

Altglasrecycling

Glas ist ein ganz besonderes Material. Es eignet sich für die Verpackung nahezu aller  Lebensmittel und es kann unendlich oft eingeschmolzen, also recycelt werden.

Es ist im Zusammenhang mit der Verwertung von Bedeutung, dass sich aus einem Kilogramm Altglasscherben ein Kilogramm Neuglas produzieren lässt. So werden nicht nur Rohstoffe eingespart, sondern auch Energie: 30% weniger Energie ist nötig, wenn Neuglas aus Altglas hergestellt wird. Mit der Energieeinsparung reduzieren sich aber auch die Luftverunreinigungen: Weniger Staub-, Stickoxid-, Schwefeldioxid- und Kohlendioxid-Emissionen.

Allerdings ist Glas nicht gleich Glas: Fensterscheiben, insbesondere Isolierglas, beispielsweise eignen sich nicht für die Produktion von Behälterglas. Deshalb gehört Fensterglas auch nicht in die im Landkreis aufgestellten Sammelcontainer für Altglas.

Insgesamt werden heute große Mengen Altglases für die Neuproduktion eingesetzt (die Scherbeneinsatzquote betrug 2008 im Durchschnitt 62,7% bei einer Recyclingquote von 89% 1)).

Glas wird aus diesen Komponenten hergestellt: 70 Anteile Quarzsand (SiO2), 13 Anteile Soda (Na2O) und 10 Anteile Kalk (CaO); ferner geringe Anteile an Dolomit, Feldspat, Pottasche sowie verschiedene Metallionen zur Färbung.1)

In der Bundesrepublik werden jährlich gut 2 Mio. t Altglas eingesammelt (in 2014 waren es 2,1 Mio t)2); im Landkreis Wesermarsch waren es im Jahr 2016 noch 26,4 kg/E.

Hinderlich bei der Glasproduktion sind Keramik- oder Porzellanscherben, die leider mitunter in den Sammelcontainern landen: Sie haben einen deutlich höheren Schmelzpunkt als Glas und verbleiben als feste Einschlüsse in den Gläsern, Flaschen usw., so dass diese aussortiert werden müssen. Der Anteil an Keramik, Steinen und Porzellan (KSP-Fraktion) darf 25 g pro Tonne Recyclingglas nicht überschreiten; an Nichteisenmetallen dürfen nicht mehr als 5 g in der Sammelmenge verbleiben.2)

Auch die Farbreinheit spielt bei der Produktion von Behälterglas eine Rolle: Bei der Herstellung von weißem Behälterglas muss die Farbreinheit (bei Zusatz von 50% Altgasscherben) 99,7% betragen. Bei Braunglas darf der Fehlfarbenanteil 8% nicht überschreiten, bei Grünglas sind bis zu 15% zulässig.2)

Daher: Blaue oder andersfarbige Gläser sind im Grünglascontainer am besten aufgehoben, denn Grünglas verträgt am ehesten Fehlfarbenanteile.

1) www.glasaktuell.de [24.08.2017]
     Scherbeneinsatzquote = In der Behälterglasindustrie eingesetzte Altglasmenge /
     Gesamtproduktion Behälterglas (Prozentzahl aus 2008)
     Recyclingquote = Gesamtmenge stofflich verwertetes Altglas / Gesamtmenge der angefallenen
     Behälterglasverpackungen (Prozentzahl aus 2014)
2) www.umweltbundesamt-daten-zur-umwelt.de [24.08.2017]