Anwendungsempfehlungen für Kompost

Der Grünabfallkompost ist nach mehrmonatiger Rotte weitgehend ausgereift und wird auf 25 mm abgesiebt. Dadurch enthält er neben einem Hauptanteil sehr feiner, vollständig verrotteter Krümel gewisse Anteile holziger, angerotteter Stücke. Die sich daraus ergebende Struktur des Kompostes lässt ihn vor allem bei der Bodenverbesserung Anwendung finden. Er lockert den Boden auf und beeinflusst den Wärme- und Lufthaushalt der Böden positiv. Die Nährstoffe im Kompost werden an die Pflanzen über einen längeren Zeitraum kontinuierlich abgegeben. Der Kompost erwies sich in Veruchen als vollständig pflanzenverträglich. Er kann deshalb auch in Pflanzlöchern für Sträucher und Bäume Verwendung finden.

Anwendungsgebiete Anwendungsmengen
in Gemüsebeeten Kompost zur Pflanzzeit je nach Bedarf in Unterschiedlicher Menge in den Boden oberflächlich einarbeiten. Gemüse
> Starkzehrer: 15 l/m²
> Mittelzehrer: 10 l/m²
>Schwachzehrer: 5 l/m
Jeweils zur Pflanzzeit
in Vorgärten, Blumenbeeten und unter Bäumen und Sträuchern Kompost im Frühjahr oder Herbst ausbringen, entsprechend der empfohlenen Anwendungsmengen. Obstbäume, Beeren
> 5 - 15 l/m² nach der Ernte
bei der Neuanlge von Gärten, Pflanz- oder Rasenflächen Kompost in die oberste Bodenschicht eingrubbern oder einfräsen, nicht umgraben. Blumen- und Staudenbeete
>5 - 15 l/m² im Frühjahr
für Kübelpflanzen, Balkonkästen, Wand- und Dachbegünung 1 Teil Kompost mit 2 Teilen Erde vermischen Blumenkübel/-kästen
> ca. ein Drittel Kompost je nach Pflanzenart auch höhere Kompostanteile
Erdbeeren und Rosen gedeihen in Kompost besonders gut. Bodenverbesserung
> bis 50 l/m² = 5 cm Schicht bei Neuanlage
Kompost nicht anwenden für Moorbeetpflanzen und Rhododenron, Azaleen, Hortensien und Heide. Ziersträucher
> 10 - 20 l/m² < 2 cm Schicht im Frühjahr oder Herbst